
<https://ld.bs.ch/ais/Record/1010427> a <https://www.ica.org/standards/RiC/ontology#RecordSet> ;
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	<https://www.ica.org/standards/RiC/ontology#conditionsOfAccess> "Es gelten die allgemeinen Benutzungsbestimmungen des Staatsarchivs Basel-Stadt."@ger ;
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	<https://www.ica.org/standards/RiC/ontology#history> """Der Begründer des Schweizer Zweiges der Familie Heuss, Robert Gottfried Heuss (1833-1906), kam als Spross einer württembergischen Pfarrersdynastie, die mit Johann Georg Heiss (1627-1710), Stadtpfarrer in Memmingen, ihren Anfang nahm und über sechs Generationen Pfarrer stellte, 1858 als junger Apotheker nach Chur. Wahrscheinlich mit Hilfe seiner Eltern kaufte er bereits 1859 eine Apotheke in Chur und eröffnete im gleichen Jahr eine Filiale in Ilanz. Bereits 1860 wurde er ins Bürgerrecht der Stadt Chur und ein Jahr später in dasjenige des Kantons Graubünden aufgenommen. 1863 heiratete er Julie Hartmann (1841-1896), Arzttochter aus Sindelfingen/Württemberg, und wenige Wochen danach kaufte er in der Churer Altstadt ein Haus, das er für die Zwecke der Apotheke total umbauen liess und das bis heute im Familienbesitz ist.

Robert Gottfried Heuss war ein tüchtiger Geschäftsmann, der auch am gesellschaftlichen und politischen Leben der Stadt Chur teilnahm. So war er über lange Jahre Präsident des zur damaligen Zeit bedeutenden Männerchores der Stadt Chur, Gründungsmitglied des bündnerischen Kantonalschützenverbandes sowie Mitglied des städtischen Parlamentes. Für seine Familie mit neun Kindern liess er 1886 ein Ferienhaus in Lenzerheide-Valbella bauen; dieses Haus war das erste Ferienhaus überhaupt, das in Lenzerheide errichtet wurde. Die 'Villa Gentiana' befindet sich auch nach 125 Jahren noch im Besitz der Familie Heuss.

1885 gründete Robert Gottfried Heuss in Schiers eine weitere Filiale (diejenige in Ilanz hatte er bereits 1861 an einen Studienkollegen verkauft), die bis 1934 in der Familie blieb. 1894 kaufte er den von Salis-Erben das "Rote Haus" in der Churer Altstadt ab, in welchem er seine Löwenapotheke einrichtete und das der Familie auch als Wohnhaus diente. Als er 1906 verstarb, hatte er seinen Nachlass wohl geordnet: Die Apotheke hatte er bereits zwei Jahre zuvor in die Hände von zwei seiner sieben Söhne gegeben, die beide beruflich in seine Fussstapfen getreten waren. Die beiden Brüder Eugen (1866-1926) und Robert (1869-1923) ergänzten sich in idealer Weise und waren auch familiär eng verbunden, hatten sie doch die beiden Schwestern Bertha (1869-1907) und Sophie (1870-1947) Lendi aus der unmittelbaren Nachbarschaft geheiratet.

Eugen Heuss-Lendi hatte einen Sohn und zwei Töchter. Sohn Eugen (1900-1964) begründete den Basler Zweig der Familie (siehe unten). Tochter Jula Heuss (1901-1989) blieb, wie auch ihre jüngere Schwester, ledig. Sie machte sich einen Namen als erste Berufsberaterin des Kantons Graubünden. Lotte Heuss (1904-1999) führte von 1946-1981 die Löwenapotheke in Chur, obwohl sie nicht Apothekerin war.

Robert Heuss-Lendi hatte einen Sohn und drei Töchter. Der Name Heuss ist in seiner Linie ausgestorben.

Weitere Kinder von Robert und Julie Heuss-Hartmann

Der älteste Sohn Ernst Heuss-Schniter (1864-1912), war Dermatologe in Zürich. Er hatte einen Sohn Wolfgang (1902-1981) sowie vier Enkelkinder: Valentin Heuss-Burckhardt (geb. 1929, Dr. iur., wohnhaft in Uitikon/ZH), Ursina Schenkel-Heuss (geb. 1929), Beat Heuss-Herger (geb. 1940, Schweizer Generalkonsul, wohnhaft in Ronco/TI) sowie Elisabeth Heuss (geb. 1943).

Die älteste Tochter Helene (1865-1944) heiratete einen Deutschen Kaufmann und wanderte in die USA aus.

Die beiden Söhne Otto (1874-1929) und Hermann (1878-1932) sowie die Tochter Julie (1872-1940) blieben kinderlos, die Tochter Emma (1870-1946) heiratete in Deutschland Wilhelm Weismann (1870-1946).

Alfred Heuss-Elwert (1877-1934), der als achter der Churer Stamm-Eltern Geborene, war Musikwissenschaftler und Komponist und wirkte bis zu seinem Tod in Leipzig.
Sein Sohn Alfred Heuss-Rehbein (1909-1995) war als Jurist und vor allem als Alt-Historiker an den Universitäten Leipzig, Königsberg, Breslau, Kiel, Köln und schliesslich in Göttingen tätig. Er hat ein reiches wissenschaftliches Oeuvre zur Geschichte des Altertums hinterlassen. Er hat eine Tochter (Annette, 1942, Dr. med., in Berlin, kinderlos).
Der zweite Sohn von Alfred Heuss-Elwert, Ernst Heuss-Fröhlich (1922-2010), studierte in Leipzig und Freiburg i.Br. Rechts- und Staatswissenschaften. Er habilitierte an der HSG St. Gallen und wirkte als ordentlicher Professor für internationale Wirtschaftsbeziehungen an den Universitäten Marburg, Erlangen-Nürnberg und nach der Wende in Leipzig. Er verstarb kinderlos.

Basler Zweig der Familie Heuss

Eugen Heuss (1900-1964), Sohn des Apothekers Eugen Heuss-Lendi (1866-1926), war Philosoph und Politologe. Nach seinen Studien in Zürich und Leipzig und freiberuflichen Tätigkeiten war er von 1942 bis zu seinem Tod mit einer 50%-Anstellung bei der Politischen Abteilung des Polizeidepartementes Basel-Stadt, die später zum Spezialdienst der Kantonspolizei wurde, tätig. Seine Spezialgebiete waren Nationalsozialismus und Kommunismus, deren Ideologien und politische Strömungen er analysierte und in Monatsberichten zu Handen der politischen Vorgesetzten und der Staatsschutzbehörden in Bern zusammenfasste. Für den damaligen Departementsvorsteher, Regierungsrat Fritz Brechbühl, wirkte er über lange Jahre als "Ghost Writer". Daneben gab er sich - meist in den Nachtstunden - umfangreichen philosophischen Studien hin, wirkte als Herausgeber von Schriften des Leipziger Philosophen Felix Krueger und publizierte - wegen der hohen Ansprüche, die er an sich selbst stellte, allerdings in bescheidenem Umfang. In der Philosophischen Gesellschaft Basel stellte er sich von 1944-1946 und 1950/51 als Präsident zur Verfügung. Die gleiche Funktion übte er von 1946-1950 bei der Deutsch-schweizerischen Philosophischen Vereinigung aus.

Seine Frau Margrit Heuss-Brunner (1908-2001), deren Wurzeln im Kanton Zürich und im Glarnerland lagen, war ihm nach Sprachstudien an der Universität Zürich 1938 von Chur nach Basel gefolgt, wo auch die vier Kinder Andreas (1941, Dr. pharm.), Susanne (1942, Primarlehrerin, Tanzpädagogin), Franziska (1943, Sekretärin Kupferstichkabinett der Oeffentlichen Kunstsammlung Basel 1969-2008) und Robert (1945, 1970-1993 Polizeioffizier in Basel-Stadt, 1994-2008 Staatsschreiber des Kantons Basel-Stadt ) auf die Welt kamen."""@ger ;
	<https://www.ica.org/standards/RiC/ontology#identifier> "PA 1209" ;
	<https://www.ica.org/standards/RiC/ontology#isAssociatedWithDate> <https://ld.bs.ch/ais/Record/1010427/Date> ;
	<https://www.ica.org/standards/RiC/ontology#isDirectlyIncludedIn> <https://ld.bs.ch/ais/Record/936270> ;
	<https://www.ica.org/standards/RiC/ontology#isOrWasSubjectOf> <https://ld.bs.ch/ais/Record/1010427/BibliographicResource> ;
	<https://www.ica.org/standards/RiC/ontology#title> "Archiv der Familie Heuss"@ger .

